MUSE-O-Aufruf: „Mein Ding“

Für ihre neue Ausstellung haben sich die Macher vom Museumsverein Stuttgart-Ost etwas Besonderes einfallen lassen: Sie wollen möglichst viele Ostlerinnen und Ostler zum Mitmachen bewegen. Wie das geht?
Das Thema der geplanten Ausstellung lautet zweideutig: „Mein Ding“. Ja, es gibt hier viele, die „ihr Ding“ machen. Im MUSE-O soll es aber wirklich um konkrete Dinge, um Sachen, Objekte, Exponate gehen. Die Kuratoren fordern die Bewohnerinnen und Bewohner des Stuttgarter Osten auf, sich doch bitte diese beiden Fragen zu stellen: „Was verbindet mich mit dem Stuttgarter Osten?“ und „Was verbinde ich mit dem Stuttgarter Osten?“ Für die Antwort soll ein ganz bestimmtes Ding stehen, das die Leihgeber dann den Ausstellungsmachern für die Dauer der Schau von rund zwei Monaten zur Verfügung stellen.


Lange Ost Nacht 2019

Die Vorarbeiten beginnen
Seit September leistet Maike Fischer ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Stadt Stuttgart ab. Sie kommt aus Schorndorf, hat im vergangenen Jahr Abitur gemacht und wird im Februar 18 Jahre alt. Ihr Interesse für Politik und öffentliche Verwaltung hat sie dazu bewogen, sich für ein FSJ in diesem Bereich zu bewerben. „Ich will auf jeden Fall mal was in diesem Bereich machen“, sagt sie. 

Wofür soll investiert werden?

Am 29. Januar beginnt der Bürgerhaushalt
Für welche Bereiche des öffentlichen Lebens soll die Stadt Stuttgart mehr Geld ausgeben, für welche weniger? Welche Projektideen haben die Bürger? Der Stuttgarter Bürgerhaushalt soll helfen, das herauszufinden. Im Jahr 2019 findet er zum fünften Mal statt. Ab dem 29. Januar können Vorschläge für Projekte eingereicht werden; ab dem 12. März können die Stuttgarterinnen und Stuttgarter drei Wochen lang darüber abstimmen. 
Die 100 Vorschläge mit den meisten Stimmen sowie die beiden am besten bewerteten Vorschläge pro Stadtbezirk werden von der Stadtverwaltung geprüft und dem Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsberatungen vorgelegt. 


Drei Vereine und ihr „Baby“

Stärkung des Jugendfußballs auf der Waldebene
Aus drei mach eins: Das gilt zwar nicht für den SV Gablenberg, die Spvgg Stuttgart-Ost und den 1. FV Stuttgart 1896, aber für ihre Fußballjugend. Die drei Vereine bleiben eigenständig bestehen, gründen aber einen neuen, gemeinsamen Jugendverein auf der Waldebene Ost. Der Kooperationsvertrag dafür wurde am 25. Oktober unterschrieben, derzeit regeln die Vereine die Formalitäten und arbeiten aus, wie die Verschmelzung der Jugend genau vor sich gehen soll. Ab dem Sommer werden dann die Jugendmannschaften gemeinsam trainieren und spielen. 


Mobilität und bezahlbarer Wohnraum

Einwohnerversammlung in der Raichberg-Realschule
Nach sieben Jahren fand wieder eine Einwohnerversammlung im Stuttgarter Osten statt. Die Bürgerschaft hatte nach der Begrüßung von Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier und einer Ansprache von Oberbürgermeister Fritz Kuhn, zweieinhalb Stunden lang Gelegenheit, dem Stadtoberhaupt und seinen sechs Beigeordneten mittzuteilen, wo der Schuh im Stadtteil drückt. Hauptanliegen der zahlreichen Bewohner, die in die Turn- und Versammlungshalle der Raichberg-Realschule gekommen waren, sind Mobilität, Öffentlicher Nahverkehr, bezahlbarer Wohnraum, Bildung, Digitalisierung sowie die Buslinie 64.
Das vordringlichste Problem, das viele Menschen in Stuttgart-Ost umtreibt, ist der massive, und wie es ein Bewohner ausdrückte, auch aggressive Verkehr. Die Autos stauen sich nicht nur auf der Wagenburg- und Talstraße, sondern auch in der Gablenberger Hauptstraße. Der Schleichverkehr zieht sich auch durch Wohngebiete. Tempo 40 wurde eingeführt. Viele Autofahrer halten sich nicht daran, wie ein Bürger monierte. Abhilfe verspricht sich Oberbürgermeister Kuhn durch das Projekt „Gablenberg Soziale Stadt“ bereits im kommenden Jahr als Bürgerbeteiligung zur Verkehrsberuhigung: „Es kann so nicht weitergehen“, betonte der Verwaltungschef.
Ein Umsteigen auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) begrüßen zwar viele Einwohner grundsätzlich. Kritisiert wurden die Preisen und die Taktung. Unter großem Beifall sprach eine Bewohnerin vom „ÖPNV-Frust“: für Familien oftmals schlichtweg zu teuer. Bemängelt wurde auch die neue Schnellbuslinie X1 zwischen Bad Cannstatt und Stuttgart-Mitte, die durch mehr Kapazität für bessere Luft sorgen soll, von der im Stuttgarter Osten aber niemand profitiere, so die erboste Einwohnerin. Da half auch Kuhns Trost wenig, dass dies der Prototyp für andere Linien sei. Letztlich sind Busse nur sinnvoll, wenn sie durchkommen und genau das ist das Problem in Gablenberg. Mögliche Busspuren beidseitig der Wagenburgstraße werden derzeit untersucht, Parkplätze würden wegfallen. Eine Entscheidung wird davon abhängig gemacht, wie sich das Parkraummanagement auswirkt, das ab 1. Dezember in Stuttgart-Ost illegalem Parken einen Riegel vorschieben soll. 


Anwohner wollen neue Verkehrszählung

Kreuzungsrundgang im Sanierungsgebiet
Die Bürger sollen von Anfang an einbezogen werden, bisher gebe es noch keinerlei Planungen: Das betonten Vertreter der Stadt und des Stadtteilmanagements „Gablenberg 33“ bei der Begehung von drei Straßenkreuzungen und einer Durchfahrtssperre, die im Zuge des Sanierungsgebiets Gablenberg umgestaltet werden könnten. Es handelt sich um die Kreuzungen Libanon-/Klingenstraße,  Libanon-/Bergstraße, Berg-/Pflasteräckerstraße sowie den Poller in der Bergstraße. 


Seiten

Subscribe to HGV-Stuttgart-Ost RSS